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Varios (II)
RAINER MARIA RILKE
GESANG
DER FRAUEN AN DEN DICHTER
Sieh,
wie sich alles auftut: so sind wir; denn wir sind nichts als
solche Seligkeit. Was Blut und Dunkel war in einem Tier, das
wuchs in uns zur Seele an und schreit
als
Seele weiter. Und es schreit nach dir. Du freilich nimmst es nur
in dein Gesicht, als sei es Landschaft: sanft und ohne Gier. Und
darum meinen wir, du bist es nicht,
nach
dem es schreit. Und doch, bist du nicht der, an den wir uns ganz
ohne Rest verlören? Und werden wir in irgendeinem mehr?
Mit
uns geht das Unendliche vorbei. Du
aber sei, du Mund, dass wir es hören, du aber, du Uns-Sagender:
du sei.
Rilke es traducido por Ibon Zubiaur
***
Um
meinen Schmerz im Stillen zu verwinden, Such ich nach
günst'gem Ort und günst'ger Stunde; Doch schwebt dein Bild mir
stets im Hintergrunde, Indes die nähern Dinge schnell
verschwinden.
Geselligkeit
vermag mich nicht zu binden, Und Einsamkeit ertragen bloß
Gesunde: Denk ich, so schärft des Denkens Pfeil die Wunde, Und
schweif ich müßig, klag ich es den Winden.
Und
soll ich je von dieser Pein genesen, So werde mir, so zeige dich
gewogen, Denn du nur fehlst dem Herzen, teures Wesen!
Ich
liebte manchen Freund und ward betrogen; Doch mag die Welt in
diesen Blättern lesen, Daß ich dich allen Andern vorgezogen.
Platen es traducido por Ibon Zubiaur
***

(...)
“Ob
Eure strenge Sittsamkeit, Zucht, Kaltsinn, Unbeweglichkeit, Und
großer Abscheu vor den Freuden Womit sich, wie ihr sagt, nur
kleine Geister weiden, Uns, liebes
Weib, bisher entzweit, Das will ich itzo nicht entscheiden. Genug,
daß sich mein alter Sinn Geändert hat, und über diese
Freuden Ich selbst nunmehr ganz deiner Meinung bin. Vordem,
mein Schatz, ich will dir’s frei gestehen, War ich, (der Ruhm
klingt freilich nicht gar fein:) In diesem Stück ein epikurisch
Schwein. Ich küßte, was ich sah, Prinzessinnen und
Feen, Sylphiden, Nixen, Galatheen, Gras-Nymphen, alles
insgemein, Sie mochten schmächtig, dick, hochstämmicht oder
klein, Blond, nußbraun oder beides sein; Ich wußte mich mit
allen zu begehen. Da sah ich ohne Regung nie Ein schönes Kind
aus einem Brunnen steigen; Man konnte mir ein rundes Knie So
unnachteilig nicht als einem Tithon zeigen. Ob ihre Seele reizend
sei, Das ließ mich damals unbekümmert, Verständig oder
nicht, mir galt es einerlei; Von diesem höhern Reiz der aus dem
Innern schimmert Empfand ich nichts; mit einem Wort, ich sah An
Pallas selbst, und allen Musen, Was an der blödsten Sylvia, Ein
lockend Aug voll jugendlicher Glut, Ein weißes Fell und einen
vollen Busen. Allein von diesem rohen Mut, Bin ich, versichre
dich’s, vollkommen, Und nicht erst heut,
zurückgekommen. Erfahrung kühlt ein allzufeurig Blut. Mich
läßt, zur Zeit, die loseste Najade, Die jüngste Grazie, und
Venus selbst im Bade So ruhig als ein Marmorstein. Das schönste
Weib von Fleisch und Bein Ist wie das Sonnenbild, das sich in
Wolken malet, Für mich ein bloßer Widerschein Der Schönheit,
die, dem reinen Geist allein Beschaulich, aus dem Innern
strahlet. Ein weiser Mann, ein Grieche lehrte mich Das
wesentliche Schöne kennen; Selbst unser Nektar wird mir schon zu
körperlich; Und lern ich erst den Plato recht verstehen, So
nährt sich einst mein abgezogner Geist, Der Grille gleich, die
drum den Göttern ähnlich heißt, Allein von Luft und von
Ideen. In diesem Licht müßt ihr die Liebe sehen Die mich zu
Ganymeden zieht. Sein schöner Geist, sein tugendlich Gemüt, Die
Grazien, die seine Sitten schmücken, Die Unschuld, die ihm aus
den Augen sieht; Dies, nicht sein blondes Haar, nicht seine
Rosenwangen, Ist, glaube mir, der Reiz wodurch er mich
gefangen. Du siehst, daß hier der Leib gar keine Rolle
spielt. Zum mindsten wird bei dieser Art von Liebe Nichts
körperliches abgezielt. Das wahre Schöne wird nur vom Verstand
gefühlt, Und zeuget nie gemeine Triebe. Kurz, Ganymed, so sehr
er Amorn gleicht, So ungern ihm Dian ihr keusches Aug
entzeucht, So oft ich, wenn er ihr den vollen Becher reicht Die
alte Vesta selbst beim Augenspiel ertappe, So ist er doch mit alle
dem, Nach meinem itzigen System Ein bloßer Geist in einer
Nebel-Kappe.”
“Ein
bloßer Geist?” fällt Juno höhnisch ein, “Und pflegen
Geister auch zu küssen?” “Warum”, spricht Zeus, “soll das
nicht möglich sein? Man muß hier nur zu unterscheiden
wissen. Gemeine Buhler schnäbeln sich, Nach Spatzen-Art, bloß
ihre Lust zu büßen; Allein wie Ganymed und ich Abstract und
metaphysisch küssen, Ist eine Lust, die uns, versichre
dich, Gemeine Buhler lassen müssen, Die Seelen, Frau, die
Seelen sind’s, die sich In einem solchen Kuß ergießen; Und
ganz dabei vom Leib entblößt, Ganz in Entzückung
aufgelöst, Sich mischen und zusammenfließen. Doch ich besinne
mich, daß dies ins Tiefe geht. Dein Mißverstand ist sehr
verzeihlich; Das sind Geheimnisse, die freilich Ein Ungeweihtes
nicht versteht. Wenn übrigens mein Spiel mit
jungen Knaben Dein ekles Herz geärgert
sollte haben, So wißt, daß mir hierin kein schlechtrer Mann Als
Sokrates zum Vorstand dienen kann. Ein Weiser ist, wie Seneca
beteuret, Ein Gott, ja noch ein wenig mehr; Wenn Sokrates mit
kleinen Knaben leiret, So darf ich
wenigstens was er.”
(...)
(Juno und Ganymed)
Wieland es traducido por Ibon Zubiaur
***
Manche
freilich müssen drunten sterben wo die schweren Ruder der
Schiffe streifen, andere wohnen bei dem Steuer droben, kennen
Vogelflug und die Länder der Sterne.
Manche
liegen mit immer schweren Gliedern bei den Wurzeln des verworrenen
Lebens, anderen sind die Stühle gerichtet bei den Sibyllen,
den Königinnen, und da sitzen sie wie zu Hause, leichten
Hauptes und leichter Hände.
Doch
ein Schatten fällt von jenen Leben in die anderen Leben
hinüber, und die leichten sind an die schweren wie an Luft und
Erde gebunden.
Ganz
vergessener Völker Müdigkeiten kann ich nicht abtun von meinen
Lidern, noch weghalten von der erschrockenen Seele stummes
Niederfallen ferner Sterne.
Viele
Geschicke weben neben dem meinen, durcheinander spielt sie all das
Dasein, und mein Teil ist mehr als dieses Lebens schlanke
Flamme oder schmale Leier.
Hoffmannsthal es traducido por Ibon Zubiaur
***
KRZYSZTOF KAMIL BACZYŃSKI

TEN
CZAS
Miła
moja, kochana. Taki to mroczny czas. Ciemna noc, tak już dawno
ciemna noc, a bez gwiazd, po której drzew upiory wydarte ziemi –
drżą. Smutne nieba nad nami jak krzyż złamanych rąk. Głowy
dudnią po ziemi, noce schodzą do dnia, dni do nocy odchodzą,
nie łodzie - trumny rodzą, w świat grobami odchodzą, odchodzi
czas we snach.
A
serca - tak ich mało, a usta - tyle ich. My sami - tacy mali,
krok jeszcze - przejdziem w mit. My sami - takie
chmurki u skrzyżowania dróg, gdzie armaty stuleci i
krzyż, a na nim Bóg. Te sznury, czy z szubienic? długie, na
końcu dzwon - to chyba dzwon przestrzeni. I taka słabość
rąk. I ulatuje - słyszę - ta moc jak piasek w szkle zegarów
starodawnych. Budzimy się we śnie bez głosu i bez mocy i
słychać, dudni sznur okutych maszyn burzy. Niebo krwawe, do
róży podobne - leży na nas jak pokolenia gór. I płynie
mrok. Jest cisza. Łamanych czaszek trzask; i wiatr zahuczy
czasem, i wiek przywali głazem. Nie stanie naszych
serc. Taki to mroczny czas.
10
IX 42 r.
Krzysztof Kamil Baczyński, es traducido por Ibon Zubiaur
***
LUDZIE
DLA POCZĄTKUJĄCYCH
Ludzie
dla początkujących. To oni. Z nostalgicznych
despesz. Zestrzeleni ze wspomnień. Pośmiertni.
To
oni. Filuterne wiosła w rękach. Na skalnych ścieżkach jeszcze
ślady. Spłoszony kamień spada pomiędzy ich głosy. Nie
wymeldowane dotąd strzępy zdań. Fragmenty wulkanicznych listów.
To
oni. Bezinteresownie klasyczni. W harmonijnym milczeniu podczas
śniadania kiedy smarujemy chleb masłem i rozpacz wysypuje się
na stół.
Ewa Lipska es traducida por Ibon Zubiaur
Publicado
el 20/5/2010
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